2022-05-04

ER FINDET DAS PERFEKTE PAAR UNTER VIELEN

Tausende Paare hat er bereits zusammengebracht und jeden Tag werden es mehr. Die Rede ist hier aber nicht von einem Beziehungsexperten oder Paartherapeuten, sondern von Thomas Hänsli, 41 Jahre alt, und bei Stöckli zuständig, dass jeder Ski sein perfektes Match findet.

ER FINDET DAS PERFEKTE PAAR UNTER VIELEN

Die Ski, die in der Manufaktur gleichzeitig hergestellt werden oder sogar zusammen in der Presse sind, geben selten ein perfektes Paar ab. Obwohl die einzelnen Ski-Schichten aus den gleichen Materialen bestehen und die Ski unter gleichem Druck verpresst werden, können sie anschliessend nicht einfach als Paar zusammengebracht werden. So gleich sie auch sind, im Detail passt dann die Harmonie manchmal doch noch nicht so ganz.

Wieso das so ist? «In der Produktion kommen viele verschiedene Materialien zum Einsatz, dabei kann es kleinste Differenzen im Material geben. Feinste Unterschiede, welche dafür sorgen, dass nicht jeder Ski zu einem anderen Ski passt» erklärt Thomas. Klar, man könnte die Ski zu einem Paar vereinen, doch es wäre dann einfach ein Paar Ski und nicht das perfekte Paar. «Wir haben aber den Anspruch, die perfekte Skikombination für unsere Kundinnen und Kunden herauszufinden. Also dasjenige Paar, welches am besten zusammenpasst.»

Und genau hier kommt Thomas Hänsli ins Spiel. Er prüft, analysiert, fühlt, spürt und findet schlussendlich das perfekte Ski-Paar. Ab dem Moment sind die Ski dann nicht mehr alleine, sondern als unzertrennliches Paar unterwegs.

Doch was braucht es, damit zwei Ski perfekt zusammenpassen? Da gibt es viele Faktoren. «Zentral sind sicher die Vorspannung und das Schliessverhalten» erklärt Thomas. Er hat gerade fünf Ski vor sich auch dem Tisch. Die Vorspannung ist gut zu erkennen, indem die Ski nicht flach aufliegen, sondern leicht gewölbt sind. Da einen Unterschied zu sehen, ist aber gar nicht so einfach. Doch dem geschulten Auge von Thomas entgeht nichts. Er schaut von oben und von der Seite, drückt die Ski nach unten, erst jeden einzeln, dann zwei gleichzeitig. Bis er zwei Ski mit gleicher Vorspannung gefunden hat. Anschliessend prüft er das Schliessverhalten, indem er das potenzielle Pärchen belagsseitig aneinanderlegt und zusammendrückt. «Wenn alles passt, schliessen sich die Ski gleichmässig, von den Skienden bis zum Montagepunkt der Bindung.»

Daneben spielt aber auch die Optik eine wichtige Rolle. Form, Farbe oder die Breite der Kanten beispielsweise, die Thomas beachten muss. Dazu braucht es nicht nur ein geschultes Auge, sondern auch ein sehr feines Gespür. Ein Gespür, das nicht jeder hat. Mit geschlossenen Augen fährt Thomas mit der Hand über zwei Ski, die er vorhin ausgewählt hat. «So kann ich noch so feine Unterschiede in der Höhe oder der Haptik der Oberfläche spüren.» Manchmal werden die Ski dann nochmals getauscht und erneut betrachtet und geprüft. Bis schliesslich ein Paar dasteht, das nicht nur charakterlich, sondern auch optisch perfekt zusammenpasst. «Ich bin sozusagen der Ski-Kaplan. Mit meinem Segen entlasse ich die Paare in die weite Welt des Skisports» meint Thomas lachend.

Auch bis in den Rennsport. Denn auch die Rennski kommen bei ihm auf den Tisch und laufen dasselbe Prozedere durch wie die Serienski. Hier ist die Komplexität aber noch ein bisschen grösser. «Man muss die Normen der FIS kennen, denen die Rennski entsprechen müssen» so Thomas. Und es nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch. «Bei 220 cm langen Abfahrtsski dauert es natürlich einiges länger, bis alles genaustens geprüft ist.»

Dieses Wissen und das Gespür hat Thomas in mittlerweile gut 10 Jahren bei Stöckli perfektioniert. Über 300'000 Paare hat er in dieser Zeit zusammengebracht. Er weiss genau, worauf es ankommt. Kann alle Faktoren auf einmal überprüfen. Seine Augen und seine Hände funktionieren dabei wie ein Scanner, dem nichts entgeht.

Doch wie es halt so ist, kann es auch hier sein, dass unter 300'000 Paaren zwei oder drei Ski existieren, die ihr perfektes Match einfach nicht finden. Oder zumindest bis jetzt noch nicht gefunden haben. Denn auch da weiss Thomas weiter. «Mit Überbiegen und anschliessendem Zurückbiegen an verschiedenen Stellen, kann ich zwei Ski so angleichen, dass sie anschliessend perfekt zusammenpassen.» Dieser Vorgang nennt sich «Richten». Pro Serie, das sind 18 Paar Ski, findet Thomas etwa 15 Paare, die auf Anhieb passen. «Beim Rest helfe ich etwas nach.» Und so bleibt schliesslich kein Ski allein zurück.

Überprüfen, sehen, fühlen, spüren, zusammenbringen– Es stellen sich jeden Tag neue Herausforderungen. Und genau das fasziniert ihn an seinem Job. «Nur wenn ich die richtigen Ski zusammenbringe, diejenigen, welche perfekt miteinander harmonieren und es keine Kompromisse gibt, das perfekte Paar also finde, können wir unseren Kunden die bestmögliche Qualität bieten. Dafür gebe ich tagtäglich mein bestes.»

Na dann, auf zu den nächsten 300'000 Paaren, die er zusammenbringt.

 

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