2020-12-07

Ohne sie hätten unsere Ski keine Farben

Hier geht’s farbig zu und her: Blau, rot, grün, gelb, weiss, schwarz, orange. Überall Farben. Farben, wohin man schaut. Sogar an den Wänden, am Boden, an den Kleidern. Ausserdem: Unzählige Deckblätter. Deckblätter von Ski mit ihren unterschiedlichen Designs. Teilweise fixfertig, teilweise fehlen noch einzelne Farben. Teilweise noch komplett unbedruckt. Tag für Tag erhalten hier unzählige Skimodelle ihre Farben. Zu Spitzenzeiten 1'500 Paar die Woche. Verantwortlich dafür ist Tamara, Bereichsleiterin Siebdruck.

Ohne sie hätten unsere Ski keine Farben

Es gibt wohl unendlich viele verschiedene Farben. Das sieht man nur schon, wenn man die vielen verschiedenen Farbfächer von Tamara betrachtet, die auf dem Tisch liegen. Blau ist beispielsweise nicht gleich blau. Eines ist eher violett, das andere eher grünlich. Und das dritte ist so dunkel, dass es beinahe wie Schwarz aussieht. Es sind teilweise minime Unterschiede zwischen den einzelnen Farbabstufungen erkennbar und dennoch: für ein Skidesign sehr entscheidend. Denn: nicht jede Farbe sieht auf einem Ski gut aus, geschweige denn im Schnee und nicht jede Farbe kann auch auf einen Ski gedruckt werden.

Und hier kommt Tamara ins Spiel. «Eine meiner Aufgaben ist es, Farb- und Designideen drucktauglich zu machen. Das heisst, die richtige Farbe für einen Ski muss oftmals zuerst gefunden werden. Ich mische, teste, probiere aus, bis ich schlussendlich die geeigneten Farben gefunden habe, die miteinander am besten harmonieren und der Designidee so nah wie möglich kommen».

Designideen drucktauglich machen? Das heisst also auch, das Deckblatt der zukünftigen Skis erarbeiten? «Ja genau, oftmals sind wir hier im Siebdruck bereits an den Designs der Skimodelle dran, welche erst in zwei Jahren auf den Markt kommen, dann heisst es: ausprobieren, testen, verschiedene Varianten erarbeiten. Gleichzeitig aber auch aktuelle Skidesigns drucken und solche, die nächstes Jahr auf den Markt kommen. Wir haben so zu sagen immer etwa 3 ganze Kollektionen bei uns im Siebdruck und denken bereits an die vierte.»

Das braucht Zeit. Denn Siebdruck bedeutet, dass es pro Farbe immer nur ein Sieb gibt. Hat ein Ski also 5 Farben – und das hat er oft – werden 5 verschiedene Siebe benötigt. «Bei einem Sieb kann man sich eine Schablone vorstellen, diese wird aufs Deckblatt gelegt und dabei kommt nur an bestimmten Stellen Farbe auf das Deckblatt. Dabei muss die Farbe jeweils trocknen, bis eine nächste Farbe aufgetragen werden kann. «24h pro Farbe», sagt Tamara. Heisst also für ein Deckblatt mit 5 Farben, dass es insgesamt 5 Tage dauert, bis das Deckblatt fixfertig bedruckt ist.

Eine lange Zeit! «Ja», meint Tamara und ergänzt: «Eigentlich dauert es aber noch viel länger, wenn man den ganzen Entwicklungsprozess eines Designs miteinrechnet. Denn das braucht Zeit und Kreativität. Und oftmals hat man beim Entwicklungsprozess 1'000 Ideen – aber nur eine wird schlussendlich umgesetzt. Ausprobieren, Testen und mit unserem Designer Farben ausdenken, austüfteln, meine Inputs dazu geben. Dem Ski seine Nuancen geben. Das mache ich gerne. Das gefällt mir. Und: Man ist dann schon auch stolz, wenn ein Skimodell schlussendlich im Verkauf steht, bei welchem man eine Farbe oder ein Designelement selbst ausgearbeitet hat.»

Doch, die Arbeit von Tamara als Bereichsleiterin Siebdruck beinhaltet noch lange nicht nur «Ausprobieren und Testen». Personalplanung, Personalgespräche, Farben einkaufen, Siebe erstellen und reinigen, Deckblätter drucken, Koordination und Austausch mit der Grafik sind mitunter nur ein paar Aufgaben, die sie ebenfalls erledigt. Kreativ sein und trotzdem den Produktionsplan im Auge behalten. Tamara ist also Künstlerin und Organisatorin zugleich. Keine leichte Aufgabe. Denn: Kreativität setzt Zeit, Produktion Mengen voraus. Eine Zwickmühle.

Aber Tamara meint: «Irgendwie geht es immer. Ich habe ein tolles Team, wir unterstützen uns alle gegenseitig. Jeder springt für jeden ein. Es ist niemand ein Einzelkämpfer. Ich denke, das hilft enorm.» Warum dies so gut funktioniert? «Ich denke als Führungsperson hat man sehr viel Einfluss, wie sich ein Team gibt und ob die Zusammenarbeit funktioniert. Wie man selber ist, so ist auch das Team. Ich behandle jeden so, wie ich auch selbst behandelt werden möchte. Ich glaube, das ist sehr entscheidend.»

Hört man Tamara zu, wie sie über die Arbeit und ihr Team spricht, merkt man, dass sie sich wohl fühlt. Angekommen ist. Spricht sie über Farben, Designs und Muster, dann strahlt sie. Man merkt: Farben sind ihr Ding. Ihre Leidenschaft. «Farben haben mich schon immer begleitet, bei Stöckli gebe ich seit 6 Jahren den Skis ihre Farben, privat male ich schon mein ganzes Leben. Kaum zu glauben also, dass meine Wohnung komplett weiss ist, gell?», schmunzelt Sie, setzt sich an ihren Tisch und öffnet den Farbfächer.

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