2020-02-10

Viel Licht, viel Schatten – Garmisch lieferte beides

Grosse Freude am Samstag, bittere Enttäuschung am Sonntag. Viktoria Rebensburg erlebte innerhalb von 24 Stunden beide Extreme.

Viel Licht, viel Schatten – Garmisch lieferte beides

Viktoria Rebensburg hat in Garmisch-Partenkirchen innerhalb von 24 Stunden Glück und Pech hautnah erleben dürfen, respektive müssen. Sie bewegte sich vor ihrem Heimpublikum auf der Kandahar-Piste in der Tat zwischen Himmel und Hölle. Begonnen hatte alles mit dem Sieg in der Abfahrt, ihrem ersten Erfolg in dieser Weltcup-Disziplin. Mit dem Jubel des Publikums, welches sich nach dem Erfolg von Thomas Dressen eine Woche zuvor wieder freuen durfte. Mit Glücksgefühlen für die Athletin. „Das hätte ich mir in meinen schönsten Träumen nicht erträumen können“, sagte die 30-Jährige nach ihrem zweiten Saisonsieg.

Das Wochenende aber sollte am Sonntag eine ungute Wendung nehmen. Im Super-G kam das Aus. Sinnigerweise im Streckenabschnitt mit dem Namen Hölle. Der Aussenski greift, die Beine und Knie werden zu unnatürlichen Bewegungen gezwungen, Viktoria Rebensburg stürzt, schlägt mit dem linken Knie an einer Torstange an und schlittert in die Sicherheitsnetze. Aufstehen und Krone richten – Rebensburg fährt selber ins Ziel und sagt zu den Journalisten, dass sie zwar leichte Schmerzen habe, sie aber kaum ernsthaft verletzt sei. Ein Trugschluss. Später im Spital lautet die Diagnose Tibiakopf-Impressionsfraktur und Innenbandüberdehnung. Fazit: zwar keine Operation, aber dennoch Saisonende. „Es ist natürlich bitter, dass die Saison jetzt vorbei ist. Aber ich habe noch Glück im Unglück gehabt. Die Bänder haben gehalten, und darum bin ich zuversichtlich, dass ich nach der Reha wieder schnell sein kann."

Anders sah es am Wochenende für zwei Fahrerinnen aus, die nach überstandenen Verletzungen nach und nach wieder den Anschluss an die Spitze finden. Ilka Stuhec, die zweimalige Abfahrtsweltmeisterin, zeigte mit dem 6. Platz bei der Abfahrt in Garmisch, dass mit ihr im dritten Saison-Drittel, und ganz besonders dann erneut im WM-Winter 2020/21 wieder zu rechnen sein wird. Wie der Slowenin gelang auch Jasmine Flury in Garmisch das bisher beste Saison-Resultat. Gerade mal eine Zehntelsekunde fehlte der Davoserin zum Top-10-Platz und sie wurde Elfte.

Die ganze Stöckli-Familie wünscht Viktoria Rebensburg gute und vollständige Genesung und freut sich darauf, die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 bald wieder im Rennmodus begrüssen und anfeuern zu dürfen.

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