2021-10-01

Der Mann für den perfekten Skischuh

Studiert hat er Sportrehabilitation, gearbeitet hat er als Bootfitting-Spezialist bei den besten Adressen in London und Zermatt. Zu seinen Kunden gehören unter anderem auch Stöckli Weltcupfahrer wie Aline Danioth, Rasmus Windingstad und Andrea Ellenberger und zusammen mit seinem Team findet er tagtäglich die perfekten Skischuhe für unsere Kunden. Max, Bootfitting-Spezialist bei Stöckli.

Der Mann für den perfekten Skischuh

«Meine Arbeit als Bootfitter beginnt eigentlich schon bei der Begrüssung meines Kunden, wenn er in die Stöckli-Filiale kommt. Schon der Handschlag verrät mir einiges über die Person, die vor mir steht und spätestens wenn wir gemeinsam zur Bootfitting-Station laufen, erhalte ich weitere Informationen, die für meine Arbeit wichtig sind. Denn aus Gangbild und Körperhaltung des Kunden kann ich einiges herauslesen», sagt Max, der als Sportrehabilitations-Experte und Bootfitting-Spezialist, die Anatomie des Menschen gut kennt.

Doch, warum ist Bootfitting bei Skischuhen denn so wichtig? Ein Skischuh ist nicht gleich ein Skischuh. Entsprechend ist nicht jeder Skischuh für jedermann gedacht. «Um einen passenden Skischuh zu finden, spielen so viele Faktoren eine Rolle. Sind beim Skischuh Länge, Breite, Höhe und Flex (Steifigkeit) entscheidend, sind es beim Menschen Körperhaltung, Körpergrösse, Bein- und Oberkörperlänge, allfällige Vorgeschichten oder Verletzungen sowie die Druckverteilung in den Füssen, die eine wichtige Rolle spielen, um den passenden Skischuh zu finden.»

Schon eine frühere Schulterverletzung kann einen Einfluss auf die Druckverteilung in den Füssen und demzufolge auf das Skifahren haben. Vielleicht ist eine Körperseite durch die Schulterverletzung schwächer, vielleicht ist sie leicht verdreht, vielleicht leicht verformt. Das kann dann schlussendlich schon eine Erklärung dafür sein, weshalb beim Skifahren beispielsweise ein Linksschwung schwächer ist.

Es sind also teilweise nur minime Faktoren, die eine Rolle spielen, aber einen grossen Einfluss auf den Skischuh haben können. Und hier spielt Max eine wichtige Rolle. Er muss den Körper des Kunden lesen, richtig interpretieren und verstehen. Die Strategie von Max lautet deshalb: Individuell auf den Kunden eingehen, sich Zeit nehmen. Ihn analysieren, scannen, sehen und verstehen. «Deshalb ist es auch so wichtig, dass man einen Termin fürs Bootfitting bucht, so dass wir genügend Zeit haben und ich auf die individuellen Bedürfnisse eingehen kann.»

Analysieren, sehen, verstehen. Was heisst das? Analysieren von blossem Auge und mit dem Bootfitting-Scanner von Sidas. Sehen und verstehen durch das Kundengespräch und mit Erfahrung und Know-how.

Hat Max einen Bootfitting-Termin mit einem Kunden, macht er als erstes mit dem Bootfitting-Scanner von Sidas ein 3D Bild von Beinen und Füssen des Kunden. Hier erhält er alle nötigen Informationen wie Breite, Länge, Risthöhe, Wadenumfang und Druckverteilung. Diese Kennzahlen geben anschliessend Aufschluss darüber, welche Probleme im Skischuh entstehen können und welche Skischuhe in Frage kommen könnten bzw. welche nicht.

 

«So finden wir für jeden Fuss den passenden Skischuh.»

So wählt Max also anhand den vom Bootfitting-Scanner ausgewerteten Daten und seinem Know-how mögliche Skischuhe aus, die für den Kunden in Frage kommen könnten. Dabei ist eines wichtig: «Bootfitting ist keine Massenabfertigung. Es ist ein Prozess, ein Erlebnis, der Verkauf darf nicht im Vordergrund stehen. Wenn wir einen Skischuh gefunden haben, der passen könnte, kann natürlich aus dem Skischuh selbst noch unglaublich viel herausgeholt werden. Wir können individuelle Einlagesohlen zusammenstellen, Fräsen, Anpassen, Umformen, Schnallen versetzen, Schäumen. Grundsätzlich ist alles möglich. So finden wir für jeden Fuss den passenden Skischuh.»

Dass man für jeden Fuss den passenden Skischuh findet, zeigen auch diverse Extremfälle, für welche Max eine Lösung finden musste. Füsse mit unterschiedlichen Fusslängen – dabei sprechen wir nicht von ein oder zwei Millimeter Unterschied, sondern von Grösse 42 links und Grösse 46 rechts, Prothesen, kein Gefühl mehr in den Füssen, fehlendes Schienbein oder abgesprengte Zehen sind nur ein paar Beispiele. «An meinem Job gefällt mir am meisten, dass ich den Menschen helfen kann, egal mit welcher Vorgeschichte, egal mit welchen Anforderungen. Das ist genau das, was mein Job bzw. Bootfitting ausmacht. Ich kann etwas bewirken und individuell auf meine Kunden eingehen. Und ja, schlussendlich habe ich ein wichtiger, entscheidender Punkt noch gar nicht gesagt: je besser der Fit beim Skischuh, je besser die Kraftübertragung auf den Ski, je besser die Performance, je grösser der Komfort. Je mehr macht es Spass, Ski zu fahren und genau darum geht es doch, um das Erlebnis, den Spass beim Skifahren.»

Nebst der Suche nach dem perfekt passenden Skischuh für seine Kunden hat Max eine weitere, wichtige Aufgabe: die Schulung von Bootfitting-Spezialisten. Dies einerseits intern für die Bootfitting-Spezialisten in den Stöckli-Filialen. Hierfür hat er ein eigenes Schulungsprogramm entwickelt, welches sowohl Profis als auch weniger geschultes Personal Schritt für Schritt weiterbringt. Andererseits ist er Bootfitting-Trainer für Sidas Schweiz, wo er einmal im Jahr für diverse Schweizer Sportgeschäfte ein Asmas anerkanntes Schulungsprogramm durchführt. Daneben ist er Mitglied im Salomon Blue Circle, in welchem nur die 20 besten Bootfitter weltweit dabei sind und mithelfen, die Skischuhe von Salomon kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Eine ganze Reihe an Verantwortung und Aufgaben also. Doch das gefällt Max. «Ich helfe nicht nur unseren Kundinnen und Kunden gerne, sondern auch meinem Team. Das ist meine zweite Familie. Mein zweites zu Hause und wir alle haben jeden Tag ein gemeinsames Ziel: den perfekt passenden Skischuh für all unsere Kundinnen und Kunden finden. Ganz individuell, ganz nach ihren Bedürfnissen und Anforderungen.»

 

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