2023-12-11

Marco Odermatt – als lägen nicht drei Jahreszeiten dazwischen

Jetzt hat der Winter 2023/24 für die Stöckli-Athletinnen und -Athleten Fahrt aufgenommen. Und das gleich mit mehreren Erfolgsmeldungen.

Marco Odermatt – als lägen nicht drei Jahreszeiten dazwischen

Als lägen zwischen dem 18. März 2023 und dem 9. Dezember 2023 nicht fast neun Monate. Marco Odermatt knüpfte in Val d’Isère zum (verspäteten) Saisonstart 2023/24 dort an, wo er in Soldeu die Riesenslalom-Saison 2022/23 beendet hat: an der Spitze der Rangliste. Es war sein 24. Weltcup-Sieg, der 15. In einem Riesenslalom und der dritte auf der schwierigen „Face de Bellevarde“-Piste in Serie. Dazu benötigte Odermatt Risikobereitschaft, Können und das taktische Geschick. Denn der Nidwaldner fuhr kein fehlerfreies, aber ein äusserst souveränes Rennen.

Odermatt kann Fehler korrigieren und er findet nach Zwischenfällen wieder in die Spur zurück. In die Spur des Erfolgs, denn die letzten 20 Riesenslaloms (Weltcup, WM und Olympia) hat Odermatt jeweils auf dem Podest beendet. Dass er zum 15. Mal in einem Weltcup-Riesenslalom als Führender zum 2. Lauf angetreten ist und zum 13. Mal das Rennen hat gewinnen können, unterstreicht die Dominanz Odermatts in der Kerndisziplin des Skirennsport.

„Es war unglaublich schwierig. Schon oben beim vierten Tor hatte ich einen ersten Schreckmoment und danach hatte ich zwei, drei kleine Fehler drin. Ab Mitte des zweiten Laufes, wo es dann auch schöner war zum Ziehen, habe ich es richtig gut getroffen“, analysierte Odermatt gegenüber dem Schweizer Fernsehen seine Leistung. Er sei nach der guten Vorbereitung und auch nach dem ersten Lauf des abgebrochenen Rennens von Sölden bereits zufrieden gewesen, aber er habe dort auch gemerkt, dass ihm noch etwas gefehlt habe. Die Umstände hätten ihm aber die Möglichkeit nicht gelassen, die entsprechenden Korrekturen anzubringen. „Die beiden letzten Trainingstage waren deshalb sehr wichtig. Ich habe Vertrauen holen können und bin jetzt sehr glücklich darüber, dass es aufgegangen ist.“

Odermatt war aber nicht der einzige Stöckli-Fahrer, der Frankreich mit Punkten im Gepäck verlassen konnte. Da war zum Beispiel der Berner Oberländer Sandro Zurbrügg, der zum ersten Mal überhaupt im Weltcup an den Start durfte und sogleich auf den 17. Platz gefahren ist. „Ich bin, auch wenn es mein erstes Weltcup-Rennen gewesen ist, nicht brutal nervös geworden. Vor dem zweiten Lauf war ich aber sicher etwas angespannt“, meinte der 21-Jährige. „Der erste Lauf war schwierig. Ich habe versucht, möglichst auf der Linie zu bleiben. Im zweiten Lauf war es mein Ziel, nicht einfach runterzufahren und Dreissigster zu werden. Aber das volle Risiko bin ich dann auch nicht gegangen.“ Neben Odermatt und Zurbrügg holten sich auch Rasmus Windingstad (18.) und Thomas Tumler (20.) Weltcup-Punkte.

Auch der Europacup hat am Wochenende Fahrt aufgenommen. In Zinal holten sich Janine Schmitt und Marco Fischbacher in den Riesenslaloms je einen dritten Platz und die identische Platzierung gelang Nicole Good beim Slalom von Mayrhofen (AUT).

Turbulent verlief der Auftakt in den Skicross-Weltcup. In Val Thorens (FRA) sorgte eine vom Wetter massgeblich beeinflusste Qualifikation für das erste Männer-Rennen für ein völlig unerwartetes Teilnehmerfeld in den K.o.-Runden. Dabei gelang es dem Berner Oberländer Gil Martin, sich erstmals im Weltcup für einen kleinen Final zu qualifizieren. Hinter zwei Österreichern sicherte sich Martin dann den 7. Platz. Im zweiten Rennen holten Tobias Baur (5.) und Jonas Lenherr (10.) für Stöckli zwei Top-Klassierungen.

Bei den Frauen überstrahlte der erste Weltcup-Sieg von Daniela Maier natürlich alles. Die Deutsche wies nicht nur Sandra Naeslund, die Dominatorin der Szene, in die Schranken, sie – am Donnerstag noch Neunte geworden – hielt am Freitag auch sämtliche weiteren Mitfavoritinnen souverän in Schach. Marielle Thompson (5. und 8.), Talina Gantenbein (6.) und Margaux Dumont (10.) waren im einen oder anderen, oder gar in beiden Rennen unter den Top-10 zu finden.

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