2019-03-11

Podestplatz in Kranjska Gora – Marco Odermatt überrascht sich selbst

Bevor es für die Alpin-Skifahrerinnen und -Skifahrer in die finalen Weltcup-Rennen nach Andorra geht, gab es für das Stöckli-Team noch zwei gute Gründe zum Feiern. Viktoria Rebensburg und Marco Odermatt durften sich über je einen Podestplatz freuen.

Podestplatz in Kranjska Gora – Marco Odermatt überrascht sich selbst

Dass Marco Odermatt alles mitbringt, um künftig im Weltcup Podestplätze herausfahren zu können, war nicht nur den absoluten Ski-Spezialisten klar. Der Nidwaldner hat in der jüngeren Vergangenheit öfters Kostproben seines Könnens und Belege für sein grosses Talent abgeliefert. Dass es aber schon im Winter 2018/19, genauer am 10. März 2019, soweit sein und der sechsfache Junioren-Weltmeister das erste Mal auf dem Treppchen stehen würde, überraschte dann doch etwas. Auch den Sportler selbst. „Es ist einfach unglaublich. Von so etwas träumt jeder kleine Bub, der einmal Skirennfahrer sein möchte. Es ist ein super Tag“, meinte Odermatt, der dank Laufbestzeit im zweiten Lauf des Riesenslaloms von Kranjska Gora mit Platz drei ein Ziel erreicht hat, welches erst für den kommenden oder gar den übernächsten Winter auf dem „Fahrplan“ gestanden hätte. „Ich habe gespürt und gewusst, dass ich in Zukunft Kurs auf das Podest nehmen kann. Dass mir das aber jetzt schon gelingt, das hatte ich nicht erwartet.“

Dabei haben die Verhältnisse mit dem frühlingshaften Schnee und die Voraussetzungen nach dem 1. Lauf und Zwischenrang 15 nicht auf einen solchen Erfolg für den sechsfachen Junioren-Weltmeister schliessen lassen. Aber eine nahe an der Perfektion liegende Vorstellung im 2. Lauf und die aus dieser Leistung resultierende Laufbestzeit haben es möglich gemacht. Auch am Tag nach dem Erfolg und dem Rummel, der um seine Personen entstanden ist, fand Odermatt schwer die passenden Worte, um zu beschreiben, was da alles passiert ist. „Es ist alles so schnell gegangen und Vieles war fast unwirklich. Ich hätte diese Momente gerne etwas mehr genossen, aber das war ob all der Termine gar nicht möglich“, sagte der 21-Jährige. Auch wenn er die Eindrücke erst in den nächsten Tagen verarbeiten kann ist er heute schon überzeugt, dass dieser Podestplatz ein wichtiger Motivationsschub für die Arbeit während den Sommermonaten sein werde. Sicher ist, dass dieser erste Weltcup-Podestplatz so etwas wie die Krönung einer Saison ist, in welcher für Marco Odermatt ganz viele Dinge nach Wunsch funktioniert oder geklappt haben. Der Nidwaldner ist im Weltcup nicht nur angekommen, er hat sich bereits jetzt und nach nur wenigen Rennen auf dieser Stufe etabliert.

Bereits über den vierten Weltcup-Podestplatz freuen durfte sich am Freitag Viktoria Rebensburg. Drei Wochen nach den Weltmeisterschaften in Are fehlten der Deutschen beim Riesenslalom in Spindlermühle nur 11 Hundertstelsekunden auf Petra Vlhova und den Sieg. „Petra legt die Latte im Riesenslalom aktuell sehr hoch, das ist die neue Aufgabe“, sagte Rebensburg nach dem Rennen. Dabei konnte die Stöckli-Fahrerin in beiden Läufen im obersten Teil überzeugen und durfte auch entsprechend zufrieden sein. „Ich bin extrem zufrieden. Es ist am Ende noch ganz knapp geworden“, meinte die WM-Zweite im Riesenslalom. Viktoria Rebensburg hat die Gewissheit, dass sie gerade in ihrer Spezialdisziplin wieder um den Sieg mitfahren kann. Die letzte Chance auf einen Sieg hat die Olympiasiegerin von 2010 beim Weltcup-Final in Andorra.

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