2020-01-20

Stöckli dank den Skicrossern zwei Mal auf dem Podest

Zwei Podestplätze in Nakiska, eine Rückkehrerin und ein Rückkehrer auf den Schnee und leider ein verletzungsbedingter Ausfall. Das dritte Januar-Wochenende brachte Höhen und Tiefen mit sich.

Stöckli dank den Skicrossern zwei Mal auf dem Podest

Die Skicrosserinnen und -crosser sind in Nakiska (CAN) wieder in den Weltcup-Betrieb eingestiegen. Beim ersten Rennen des Jahres 2020 sorgten Daniel Bohnacker (GER) und Fanny Smith (SUI) sogleich für die ersten Stöckli-Podestplätze des Jahres. Fanny Smith war stark unterwegs und schien Richtung 22. Weltcupsieg unterwegs zu sein. Sie gewann ihren Viertelfinal und setzte sich auch im Halbfinal – unter anderem gegen Markenkollegin Marielle Thompson – durch. Im Final reihte sich Smith vorerst hinter Sandra Naeslund ein und wurde kurz darauf auch von der Kanadierin Brittany Phelan überholt. Die Waadtländerin blieb zwar an den beiden Konkurrentinnen dran, fand aber den Weg nicht mehr an ihnen vorbei. Marielle Thompsen setzt sich im kleinen Final durch und wurde Fünfte.

Bei den Männern marschierte der Deutsche Daniel Bohnacker im bitterkalten Nakiska relativ locker bis in den Final durch. Dort aber musste sich Bohnacker den Kanadiern Reece Howeden und Kevin Drury geschlagen geben. Tobias Müller (GER) sicherte sich im kleinen Final den 7. Platz.

Marco Odermatt und Jasmine Flury sind wieder da. Die Alpin-Skifahrerin und der Alpin-Skifahrer haben nach ihren Knieverletzungen das Skitraining wieder aufgenommen und visieren die baldige Rückkehr in den Weltcup an. „Die Chancen, dass ich den Super-G in Kitzbühel fahren kann, sind etwa 50:50“, sagt Odermatt, dessen Knie nach dem Eingriff am Meniskus die Belastungen des Trainings bisher gut verkraftet hat. Auch Jasmine Flury klingt nach den ersten Skitagen in Davos und später auf dem San Pellegrino Pass und überstandener Knochenimpression sowie einer Innenbandzerrung im rechten Knie positiv: „Die letzten drei Tage haben gut funktioniert. Ich habe zuerst auf einfachem Gelände und auf guter Piste Riesenslalom und Super-G trainiert und so Schritt für Schritt wieder Vertrauen aufbauen können. Am Freitag der letzten Woche bin ich dann ins Abfahrtstraining eingestiegen und ich habe mich recht wohl gefühlt. Ich werde in Bansko das Abfahrtstraining fahren und dann entscheiden, ob ich auch im Rennen an den Start gehen kann“, sagt die 26-jährige Bündnerin.

Am Wochenende standen Viktoria Rebensburg, Andrea Ellenberger, Aline Danioth (alle in Sestriere) sowie Martin Cater (in Wengen) im Einsatz. Rebensburg lag nach dem 1. Lauf des Weltcup-Riesenslaloms auf Platz 3 und durfte sich berechtigte Hoffnungen auf den ersten Podestplatz 2019/20 in dieser Disziplin machen. Daraus aber wurde letztlich nichts, und die Olympiasiegerin von 2010 weiss auch, warum: „Ich bin einfach zu brav gefahren. Das kann man sich im Riesenslalom bei dieser Dichte an der Spitze nicht erlauben“. Andrea Ellenberger konnte sich im 2. Lauf noch um drei Ränge auf Platz 21 nach vorne arbeiten. Der Sonntag brachte mit dem Parallel-Riesenslalom hingegen ein Negativerlebnis mit sich. Nachdem Aline Danioth in der ersten Runde überraschend Petra Vlhova hatte ausschalten können, verletzte sich die Urnerin im Achtelfinal. Nach ersten, allerdings von Swiss Ski noch nicht bestätigten, Angaben, hat sich Aline Danioth bei ihrem Sturz eine Knieverletzung zugezogen. Sie ist noch am Sonntag mit dem Helikopter in die Schweiz zurückgeflogen worden. Wir wünschen Aline ganz gute und rasche Besserung.

Der Slowene Martin Cater, der in der Vergangenheit in Wengen immer wieder gute Resultate abliefern konnte, verlässt das Berner Oberland mit gemischten Gefühlen. Mit einem tollen 6. Platz, seinem klar besten Resultat der Saison, startete der 27-Jährige ins Wochenende. In der Abfahrt vom Samstag aber blieb Cater (34. Rang) ohne Punkte.

 

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