2022-12-12

Marco Odermatt – „Sportler des Jahres 2022“ und viel mehr

Wochenende der Gegensätze für Marco Odermatt. Der Nidwaldner hat auf und neben der Piste die nächsten zwei Kapitel seiner Erfolgsgeschichte geschrieben. Er tat dies einerseits in Rennanzug und Helm, andererseits in der Abendgarderobe mit Fliege.

Marco Odermatt – „Sportler des Jahres 2022“ und viel mehr

Wenn die internationalen Medien über Marco Odermatt berichten, wird in den Redaktionsstuben die Suche nach passenden Superlativen zur Herausforderung. Sieben Weltcup-Rennen des Winter 2022/23 sind absolviert, dreimal hat der Sieger Marco Odermatt geheissen, zweimal wurde er Zweiter, einmal Dritter und am Sonntag, beim Slalom von Val d’Isère, stand er nicht am Start.

An diesem Tag, respektive Abend, stand Odermatt im Anzug im Blitzlicht-Gewitter der Fotografen und im Scheinwerferlicht der Sports-Award 2022-Gala. Zum zweiten Mal nach 2021 hat „Odi“ die Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres gewonnen. Mit satten 44,1 Prozent der Stimmen konnte sich der beste Skirennfahrer der Gegenwart gegen starke Konkurrenz aus vier anderen Sportarten durchsetzen. In seiner Rede bedankte er sich, wohlwissend, was es alles für ein erfolgreiches Sportlerleben braucht, bei seinem Umfeld – darunter bei Servicemann Chris Lödler und dem gesamten Stöckli-Team. Auf die Journalisten-Frage, ob er sich in der Abendgarderobe oder im Renndress wohler fühle, fiel die Antwort odi-like aus: „Im Renndress. Dort habe ich die Situation in den eigenen Händen und im Griff – das gewohnte Set-up halt.“

Wie sehr er dieses Set-up im Griff hat, bewies Odermatt am Tag vor der Gala-Veranstaltung. Auf der herausfordernden „Face de Bellevarde“-Piste zeigte der Zentralschweizer einmal mehr, weshalb er an derzeit an der Spitze der Liste mit den weltbesten Skirennfahrern steht. Mit 1,40 Sekunden Vorsprung auf den ersten Verfolger gewann Odermatt den Riesenslalom von Val d’Isère, holte sich den 14. Weltcup-Sieg und sicherte Swiss-Ski den 300. Erfolg für das Männer-Team in der Geschichte des Weltcups.

Saisonübergreifend hat Marco Odermatt jetzt zehn Weltcup-Riesenslaloms – anders gesagt: alle, seit Sölden 2021 – auf dem Podest beendet. Eine Serie, die umso beeindruckender ist, da Odermatt auch in den Speed-Disziplinen zur absoluten Weltspitze zählt. Viele Athleten hatten auf der ruppigen Piste von Val d’Isère Probleme. Marco Odermatt zog seine Fahrten mit grosser Sicherheit und fehlerfrei ins Ziel und sprach hinterher von annähernd perfekten Läufen. „Den Umständen und Verhältnissen entsprechend ist wirklich nahezu alles aufgegangen und ein Kompliment auch meinem Servicemann Chris Lödler. Mittlerweile haben wir überall das perfekte Set-up.“ Aber auch mental ist Odermatt, der zum Ende der Nordamerika-Rennen von einer gewissen Müdigkeit berichtet hatte, auf der Höhe. Er habe als Führender nach dem 1. Lauf die entscheidende Fahrt so in Angriff genommen, als ob er mit 0,01 Sekunden hinten liegen würde. „Ich bin voll am Limit gefahren, so fühle ich mich einfach am sichersten.“

Eine Erfolgsmeldung gibt es aus Val d’Isère auch zu Thomas Tumler. Der Bündner konnte nach einer langen Zeit mit Verletzungen dank Platz 14 sein im Vorjahr in Val d’Isère erreichtes Resultat – sein drittbestes im Weltcup bisher – wiederholen und war entsprechend zufrieden. Im Weltcup der Frauen sicherten sich Andrea Ellenberger mit Platz 20 im Riesenslalom, Aline Danioth mit Rang 13 und Niocle Good als Zwanzigste im Slalom von Sestriere Weltcup-Punkte.

Auch die Skicrosserinnen und Skicrosser haben ihre Wettkampf-Saison im Weltcup ebenfalls aufgenommen. In Val Thorens (FRA) wurden je zwei Männer- und zwei Frauen-Rennen ausgetragen. Und auch hier gab es Erfolge für das Stöckli-Team. Marielle Thompson (CAN) wurde einmal Zweite, Talina Gantenbein (SUI), Daniela Maier (GER) und Jonas Lenherr standen jeweils als Drittplatzierte bei den Siegerehrungen auf dem Podest.

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