2018-11-26

Ein Weekend mit Licht und Schatten

Weltcup-Punkte für die Speed-Fahrer und die Slalom-Fahrerinnen, Pech für Andrea Ellenberger und Viktoria Rebensburg mit einer Nullnummer. Das erste Übersee-Weltcup-Weekend hatte von allem etwas auf Lager.

Ein Weekend mit Licht und Schatten

Viel hatte sie sich für den Riesenslalom von Killington vorgenommen und ein Podestplatz sollte es werden. Der Samstag aber verlief dann für Viktoria Rebensburg letztlich ziemlich enttäuschend. Nach dem ersten Lauf lag die Stöckli-Fahrerin aus Bayern zwar bereits eine halbe Sekunde hinter der Führenden zurück, aber der Podestplatz war in Reichweite. Deshalb griff Rebensburg in der Entscheidung an, war auch schnell und zu einer Bestzeit unterwegs – bis dann das Unheil nahte. Der 29 Jahre alten Deutschen unterlief ein Fehler, sie überdrehte und musste aufgeben. „Das war nicht mein Tag“, sagte die Olympiasiegerin von 2010 und Siegerin des letztjährigen Killington-Rennens.

Besser lief es den Speed-Fahrern von Stöckli in Kanada. Urs Kryenbühl gelingt in der samstäglichen Abfahrt eine prima Leistung. Der mit Nummer 42 gestartete Schwyzer meisterte die technischen Streckenteile rund um den „Fall Away“ sicher und schnell und wurde mit einem feinen 22. Platz und Weltcup-Punkten belohnt, Weniger sah es für Kryenbühl 24 Stunden später aus. Ausgerechnet dort, wo er am Vortag überzeugen konnte, rutschte er weg und musste den Super-G aufgeben. Dafür sicherten sich Dustin Cook (16.), Stefan Rogentin (19.), Martin Cater (20.) und Marco Odermatt (25,) Weltcup-Punkte. „Das ist wirklich super gelaufen und ich bin froh, dass ich so in die Saison habe starten können“, sagte Rogentin, der sich für die Abfahrt nicht qualifiziert hatte. „Ich fühle mich in Form und wohl, das Material passt. Im obereren und unteren Streckenteil war meine Fahrt wirklich gut, im Mittelteil war definitiv noch Luft nach oben. Ich freue mich jetzt auf Beaver Creek“, so der 24-jährige Bündner.

Als Pechvogel des Wochenendes aus Stöckli-Sicht muss Andrea Ellenberger bezeichnet werden. Die Riesenslalom-Spezialistin verpasste in Killington die Teilnahme am 2. Lauf um gerade mal 0,10 Sekunden. „Ich bin eigentlich nicht enttäuscht, viel eher ärgere ich mich“, sagt die 25 Jahre alte Hergiswilerin. „Eine Zehntelsekunde findet man in der Analyse wohl überall. Ganz sicher mehr als diese Zehntelsekunde habe ich im letzten Streckenteil eingebüsst. Nach einem Fehler habe ich die Linie verloren und viel zu viel Weg machen müssen.“ Für Ellenberger geht es nun zurück in die Schweiz und dann sofort nach Schweden, wo die ersten Europacup-Rennen auf dem Programm stehen.

Carole Bissig und Aline Danioth konnten am Sonntag im Slalom nachholen, was sie am Samstag beim Riesenslalom noch verpasst hatten: beide sicherten sich Weltcup-Punkte. Die Urnerin Danioth als Achtzehnte gar mit ihrem bisher besten Weltcup-Resultat im Slalom.

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