2018-11-18

Stöckli-Fahrerinnen mit dem Slalom-Auftakt nicht zufrieden

In Levi ist der erste Slalom des Winters 2018/19 gefahren und durch Mikaela Shiffrin gewonnen worden. Die beiden Stöckli-Fahrerinnen Carole Bissig und Aline Danioth waren mit den eigenen Leistungen nicht zufrieden.

Stöckli-Fahrerinnen mit dem Slalom-Auftakt nicht zufrieden

Zuerst blies den Fahrerinnen der kräftige finnische Wind um die Ohren, so dass das Rennen verkürzt und der Start verschoben werden musste. Dann war es auf der „Levi Black“-Piste so wie oft in den letzten Weltcup-Slaloms: Mikaela Shiffrin war zu schnell für die gesamte Konkurrenz. Auch die beiden Stöckli-Fahrerinnen Carole Bissig und Aline Danioth hatten im 1. Lauf die Absicht, den schnellstmöglichen Weg um die 54 gesteckten Tore zwischen Starthaus und Ziellinie zu finden. 2,19 (Bissig) respektive 2,22 (Danioth) Sekunden benötigten die Schweizerinnen länger als Shiffrin. Für die Nidwaldnerin Bissig bedeutete dies, dass sie es als 29. gerade noch in die Entscheidung geschafft hatte.

Aline Danioth hingegen durfte auch bei ihrem zweiten Antreten in Finnland den 2. Durchgang nicht bestreiten. Die 20 Jahre alte Urnerin haderte mit der Summe der kleinen Fehler vor dem letzten Streckenteil und letztlich mit der Winzigkeit der drei Hundertstelsekunden, die für eine Teilnahme am 2. Lauf gefehlt haben. „Die gemachten Fehler sehen zwar auf den ersten Blick nicht schlimm aus, haben aber Zeit und Tempo für das letzte Flachstück gekostet“, sagte Danioth. Aber bis zu den Fehlern sei sie ganz gut gefahren und habe gesehen, dass sie mithalten könne. „Ärgerlich ist halt, dass ich wegen drei Hundertstelsekunden keinen zweiten Lauf habe fahren können. So hatte ich keine Chance zu zeigen, was ich wirklich kann.“

Diese Chance hatte Carole Bissig zwar, konnte sie aber nicht nutzen. Im Ziel war die 22-Jährige dann auch entsprechend “angefressen”, wie im Interview mit dem Schweizer Fernsehen unschwer zu hören war. „Das sind halt meine Emotionen. Schliesslich bin ich nicht nach Levi gereist, um ein oder zwei Weltcup-Punkte zu holen. Ich wollte schon mehr. Aber am Schluss muss ich zufrieden sein, dass ich überhaupt im Rennen geblieben bin“, relativierte sie gegenüber www.stoeckli.ch ihre säuerliche Reaktion. Im Rückblick auf die zwei Läufe hat Bissig festgestellt, dass das Erreichen eines besseren Resultats am fehlenden Vertrauen gescheitert ist. „Das neue Material hat gepasst, das kommt auf jeden Fall gut. Obwohl ich weiss, dass wenn ich angriffig fahre ich auch besser unterwegs bin, traue ich mich noch nicht, voll anzugreifen. Aber das kommt schon noch.“ Beim Eintauchen in den Steilhang hatte Bissig im 1. Lauf Tempo rausgenommen und ärgerte sich im Nachhinein darüber. „Es war letztlich weniger steil, als es für mich ausgeschaut hat. Schade, habe ich mir in diesem Moment nicht mehr zugetraut.“ Im 2. Durchgang wollte es die Nidwaldnerin besser machen – und scheiterte. „Es war ein verkorkster Lauf mit vielen Fehlern. Einfahrt Steilhang war ich weg von der Linie und ab dem Moment hat es nicht mehr gestimmt und ich bin dem Lauf quasi hinterhergefahren.“

Gross Zeit zur Videoanalyse ihrer Slalomläufe hatten die beiden Stöckli-Fahrerinnen nicht. Unmittelbar nach dem Rennen in Levi ging es für Bissig und Danioth weiter nach Helsinki und am Sonntag dann via Zürich nach Boston. Schliesslich gibt es am 24. und 25 November wieder Weltcup-Punkte zu gewinnen. Auf dem Programm stehen je ein Riesenslalom und ein Slalom in Killington (USA).

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