2018-10-29

Nur fünf Hundertstelsekunden haben gefehlt

Viktoria Rebensburg hatte die Chance auf den Sieg, landete zum Weltcup-Auftakt in Sölden am Ende auf Platz vier. Marco Odermatt konnte sein Können nicht zeigen.

Nur fünf Hundertstelsekunden haben gefehlt

Die Chance auf die Wiederholung des Sieges aus dem Vorjahr war da. Viktoria Rebensburg lag nach dem 1. Lauf des Riesenslaloms von Sölden nur 0,24 Sekunden hinter der führenden Federica Brignone auf Platz 2. In der Entscheidung ging es dann aber für die Stöckli-Fahrerin statt nach vorne an die Ranglistenspitze in die andere Richtung – auf Rang 4 und damit knapp neben das Podest. „Mit dieser Ausgangsposition wäre es schon schön gewesen, auf das Podest zu kommen. Es passiert mir selten, dass sich im zweiten Lauf mein Platz verschlechtert“, so die Reaktion der 29 Jahre alten Deutschen.

Die Bedingungen in Sölden forderten den Frauen alles ab. Die Piste war hart und unruhig, die Bodensicht durch Schneefall und Nebel stark eingeschränkt. Wie praktisch alle Fahrerinnen hatte auch Viktoria Rebensburg zu kämpfen. „Ich habe teilweise gemeint, die Bindung sei aufgegangen, weil es sich unter den Füssen so wackelig angefühlt hat.“ Trotz des letztlich um fünf Hundertstelsekunden verpassten Podestplatzes konnte Rebensburg positive Dinge feststellen: sie gehört auch 2018/19 zur Spitze im Riesenslalom und hat den schnellen Schwung in den Beinen. Und ein Versprechen gab die Stöckli-Fahrerin auch noch ab: die rote Startnummer für die Führende im Riesenslalom-Weltcup hole sie sich im Laufe des Winters wieder zurück.

Für die weiteren Stöckli-Athletinnen war das Rennen schon nach dem 1. Lauf vorbei. Aline Danioth büsste auf den 30. Platz 1,38 Sekunden ein. „Für die Fahrerinnen mit hinteren Startnummern war es noch schwieriger. Trotz den heftigen Schlägen und der unruhigen Piste habe ich meinen Plan umgesetzt und attackiert. Das hat dann zum einen oder andern Fehler geführt. Bis zum Steilhang hat alles ganz gut funktioniert, dann habe ich die Linie verloren und ich habe bis ins Ziel nicht mehr optimal zurück gefunden“, sagte die Urnerin.

Ein besonderes Rennen war es für die Hergiswilerin Andrea Ellenberger. Nach vielen Verletzungen und nach 1463 Tagen Abwesenheit ist die 25-Jährige wieder in den Weltcup zurückgekehrt. Ihre Skier wurden von Aline Danioths Servicemann präpariert und sie wurde so ins Stöckli-Team integriert. „Ich bin Stöckli für diese nicht selbstverständliche Unterstützung extrem dankbar. Ich bin vom ersten Training an perfekt unterstützt worden und das hat mich stark entlastet, weil ich mich so auf das Rennen habe konzentrieren können.“ In den 2. Lauf hat es Andrea Ellenberger auf der schwierigen Piste nicht geschafft. Aber die nächste Chance für die Zentralschweizerin kommt bestimmt.

Marco Odermatt blieb am Sonntag ohne Renneinsatz. Der Riesenslalom der Männer musste wegen Schneefall und aufkommendem Wind abgesagt werden. „Das war schon sehr enttäuschend. Wir Fahrer haben uns gezielt vorbereitet, wir waren bereit – und dann darfst du nicht loslegen. Aber es kommen neue Rennen, darum waren das Training und die Vorbereitung nicht um sonst.“

Sölden, Weltcup-Riesenslalom. Frauen, Schlussklassement: 1. Tessa Worley (FRA) 2:00,51. 2. Federica Brignone (ITA) 0,35 zurück. 3. Mikaela Shiffrin (USA) 0,94. 4. Viktoria Rebensburg (GER/Stöckli) 0,99. 5. Stephanie Brunner (AUT) und Ragnhild Mowinckel (NOR) je 1,93.  7. Wendy Holdener (SUI) 2,31. 8 Kristin Lysdahl (NOR) 2,47. 9. Thea Louise Stjernesund (NOR) 3,04. 10. Kristine Gjelsten Haugen (NOR) 3,11. – Nicht für den 2. Lauf qualifiziert: 39. Aline Danioth (SUI/Stöckli) 4,71. 42. Andrea Ellenberger (SUI/Stöckli) 4,87. 48. Jasmnia Suter (SUI/Stöckli) 5,25. 61. Neja Dvornik (SLO/Stöckli) 6,94.

Das Rennen der Männer konnte wegen Schneefall und Wind nicht ausgetragen werden und musste abgesagt werden.

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