2019-12-23

Stöckli-Frauen-Trio in Innichen auf dem Podest

Fanny Smith vor Marielle Thompson und Daniela Maier – beim Weltcup-Rennen der Skicrosserinnen lassen die Stöckli-Fahrerinnen der Konkurrenz keinen Platz auf dem Podest übrig. Bei den Alpinen ist die Sorge um Marco Odermatt gross. Der Nidwaldner hat sich beim Riesenslalom in Alta Badia am rechten Knie verletzt.

Stöckli-Frauen-Trio in Innichen auf dem Podest

Stöcklis Skicrosserinnen und Skicrosser trumpften am Sonntag beim Weltcup in Innichen (ITA) gross auf. Bei den Frauen holten sich Fanny Smith (SUI), Marielle Thompson (CAN) und Daniela Maier (GER) gleich sämtliche Podestplätze und bei den Männern fuhr Jonas Lenherr als Dritter ebenfalls auf das Podest. Bei schwierigen Verhältnissen und schlechter werdenden Sicht gelang Fanny Smith in einer schwierig zu fahrenden Kurve die entscheidende Attacke auf die Führung liegende Schwedin Näslund. Smith zog vorbei und liess sich ihren 21. Weltcupsieg nicht mehr nehmen. „Das war wirklich Skicross im wahrsten Sinn. Jetzt bin ich froh, dass ich über Weihnachten Pause habe“, meinte die Siegerin. Kurz vor dem Ziel geriet Näslund von der Ideallinie, so dass auch noch Olympiasiegerin Thompson und Maier an ihr vorbei ziehen konnten.

Weniger zu Feiern hatten die Sportlerinnen und Sportler aus dem Bereich Ski alpin. Verschiebungen und letztlich Rennabsagen haben das Wochenende dominiert. Die Frauen konnten in Val d’Isère gar kein Rennen bestreiten, die Männer immerhin einen Super-G in Val Gardena und den Riesenslalom in Alta Badia. Allerdings standen beide Rennen für Stöckli unter keinem guten Stern. In Val Gardena wurde Marco Odermatt auf seiner Fahrt vom Wind gebremst und der 24. Platz kam einer Enttäuschung gleich.

Dann kam der Riesenslalom auf der Gran Risa von Alta Badia. Ein Rennen, das zu Ausschlägen in beiden Richtungen der Gefühlsskala sorgen sollte. Nach dem 1. Lauf lag Odermatt an 2. Stelle und durfte sich Hoffnungen auf den dritten Weltcup-Podestplatz im Riesenslalom machen. Im 2. Lauf auf der ruppigen Piste riss es dem Nidwaldner schon im obersten Teil den linken Ski weg und er büsste viel Zeit ein. Weiter unten passierte aber der weit schlimmere Zwischenfall: Odermatt erhielt einen Schlag auf das rechte Knie, überquerte die Ziellinie mit Schmerzen und sank dann mit einem „Nein“-Ausruf in den Schnee. Der Griff ans Knie liess nichts Gutes erahnen und Odermatt wurde auf der Bahre aus dem Zielgelände gebracht. "Bei meiner Fahrt in den Zielhang hinein habe ich bei einem Tor einen Schlag erwischt und sofort einen Schmerz im Knie verspürt", sagte Marco Odermatt später. Der sechsfache Juniorenweltmeister wird am Montag in der Universitätsklinik Balgrist gründlich untersucht.

Das einzige Frauen-Rennen der vergangenen Woche wurde in Courchevel ausgetragen. Beim dortigen Riesenslalom verpasste Viktoria Rebensburg als Vierte das Podest nur um 0,04 Sekunden. „Ein bissl enttäuscht bin ich schon“, fiel die erste Reaktion der 30 Jahre alten Deutschen aus. Aber schon wenig später konnte sie sich über die gezeigte Leistung freuen. Nach den Plätzen 13 (Sölden) und 7 (Killington) hat sie die Gewissheit, auch in dieser Disziplin wieder zu den Top-Athletinnen zu gehören. „Jetzt macht es wieder Spass, und ich kann so Riesenslalom fahren, wie ich mir das vorstelle. Das ist cool“, sagte Rebensburg.

Freude auch bei Aline Danioth. Zum erst zweiten Mal nach Ofterschwang im März 2018 konnte die Urnerin als 27. von Courchevel in einem Weltcup-Riesenslalom Punkte gewinnen. „Ich bin mega zufrieden. Es war nicht einfach, auch wegen der hohen Startnummer. Wir haben gerade im Riesenslalom viel gearbeitet und ich fühle mich mega wohl auf dem Material“, so die 21-Jährige.

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