2021-12-22

Von Alta B-Odi-a und schnellen Frauen

Marco Odermatt, Fanny Smith und Marielle Thompson sind die aktuell erfolgreichsten Stöckli-Athletinnen und Athleten. Dieses Trio hat in den letzten Tagen für 2 Weltcupsiege und fünf weitere Podestplätze im Weltcup gesorgt.

Von Alta B-Odi-a und schnellen Frauen

Den Experten und Journalisten gehen langsam die Superlative aus, um Marco Odermatt und dessen Leistungen adäquat umschreiben zu können. Auch wenn mittlerweile von ehemaligen Ski-Grössen in Podcasts und vom Boulevard absurd anmutende Vergleiche mit Comic-Helden oder definitiv näherliegende Parallelen zu ehemaligen Skigrössen gezogen werden – Marco „Odi“ Odermatt ist, bei aller gelebten Freude über seine Erfolge, nach wie vor der geerdete Realist. Da ändert auch die Tatsache wenig, dass der 24 Jahre alte Nidwaldner im Gesamtweltcup der Konkurrenz doch schon etwas enteilt ist und als Leader in die kurze Weihnachtspause geht.  

 

Der kleinen Enttäuschung über den 24. Platz im Super-G von Val Gardena liess Marco Odermatt in Alta Badia eine Reaktion folgen, die überzeugender kaum hätte sein können. Ein 2. Platz im ersten und der klare Sieg im zweiten Riesenslalom auf der so anspruchsvollen „Gran Risa“ haben welsche Journalisten dazu animiert, den italienischen Weltcuport kurzerhand in Alta B-Odi-a umzutaufen. Vergleiche, Wortspiele, Lobeshymnen – aber Marco Odermatt bleibt sich treu. Gefragt, ob er nach dem Sieg von Alta Badia denn nun der legitime Nachfolger von Marcel Hirscher sei, antwortete der Nidwaldner: „Hirscher hat hier mit drei Sekunden Vorsprung gewonnen.“ Odermatt hatte „nur“ 1,01 Sekunden Reserve auf Luca de Aliprandini – der Lohn in Form von 100 Weltcup-Punkten und einem netten Weihnachtsgeld kann aber mit jenem von Hirscher locker mithalten. 

 

Positives gibt es im Feld der alpinen Rennfahrerinnen und Rennfahrer zudem vom Norweger Rasmus Windingstad zu berichten. Der 28 Jahre alte Riesenslalom- und Super-G-Spezialist lieferte mit je einem 7 und einem 8. Platz so gute Resultate ab, wie im Weltcup seit zwei Jahren nicht mehr. Martin Cater (SLO) im Super-G von Val Gardena mit Platz 12 und Ilka Stuhec (SLO) mit Rang 5 in der Abfahrt von Val d’Isère gelangen jeweils die Weltcup-Bestresultate des laufenden Winters.  

 

Hinter den absoluten Top-Stars machen Schweizer Nachwuchsfahrerinnen und -fahrer auf sich aufmerksam. So erlebte Alexis Monney in der Abfahrt von Val Gardena (35. Platz) sein Weltcup-Debut, Noemie Kolly punktete in den beiden Speed-Rennen von Val d’Isère, auch Jasmine Suter holte in Val d’Isère Weltcup-Punkte und Vivianne Härri sowie Nicole Good zeigten gute Europacup-Rennen in Andalo. 

 

Und dann standen auch Stöcklis Skicrosserinnen und Skicrosser gleich mehrfach im Einsatz. Und wie. Fanny Smith sicherte sich in Arosa und Innichen in drei Rennen ebenso oft den 2. Platz und hat jetzt bereits 61 (!) Weltcup-Podestplätze in ihrem Leistungsausweis stehen. Und hätte nicht die Kanadierin Marielle Thompson – auch sie ist auf unserem Material unterwegs – in Arosa von einem „Luftkampf“ zwischen Smith und der Schwedin Sandra Naeslund profitiert, Smith hätte den 30. Weltcup-Sieg feiern dürfen. Talina Gantenbein beendete das Heimrennen in Arosa auf Platz 6 und musste dann wegen Rückenproblemen auf die Starts in Innichen verzichten. Nicht ganz wie gewünscht auf Touren kam zuletzt Alex Fiva, wobei Platz 11 in Innichen schon wieder ein Schritt in die richtige Richtung gewesen ist.  

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Er ist Musiker mit Leib und Seele, offen, kreativ und ein Skifan durch und durch: David Bucher, den alle «Dabu» nennen, schweizweit bekannt mit seiner Band «Dabu Fantastic». Im Gespräch erzählt er, was Lieder komponieren und Ski entwickeln gemeinsam haben, weshalb «on Stage» sein sich fast wie ein Weltcup-Rennen anfühlt und weshalb er nebst Musiker vor allem eines ist: Skifan.

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