2023-01-16

Marco Odermatt und sein «Windschatten»

Zwei weitere Podestplätze für Odermatt, ein neuer Top-10-Fahrer im Weltcup und Erfolgsmeldungen aus dem Europacup der Alpinen und der Skicrosser. Die letzten Tage waren für die Stöckli-Athletinnen und -Athleten durchaus erfolgreich.

Marco Odermatt und sein «Windschatten»

Marco Odermatt erweitert fast täglich seine Sammlung an Podestplätzen und Weltcup-Punkten. Von den Lauberhorn-Rennen 2023 nimmt der Nidwaldner zwei zweite Plätze mit in die Kitzbühel-Woche und steht nun nach 15 gefahrenen Weltcup-Rennen bei 13 Podestplätzen. Eine unglaublich anmutende Bilanz des Olympiasiegers.

Dennoch ging Odermatt nach den beiden Rennen von Wengen in den Interviews jeweils selbstkritisch mit sich, respektive mit den zeitlichen Abständen auf den Sieger, um. Beim Super-G am Freitag hatte er sich den Rückstand bereits nach wenigen Fahrsekunden eingehandelt. «Das darf dann in der Abfahrt nicht sein», meinte er und schloss das Rennen auf dem dritten Platz ab. Auf der wegen des starken Windes verkürzten Lauberhorn-Abfahrt fehlten Odermatt am Samstag insgesamt 88 Hundertstelsekunden auf den ersten Sieg in einer Weltcup-Abfahrt. Auch in diesem Rennen handelte er sich die Differenz zum grossen Teil auf den ersten 45 Fahrsekunden ein. Der Rückstand liess den Schweizer unmittelbar nach seiner Zieldurchfahrt gar am möglichen Podestplatz zweifeln. Aber ganz vorne in der Rangliste änderte sich nichts mehr. Ein Umstand, der Odermatts Fahrt – und letztlich auch seinen zweiten Rang – definitiv aufwertet.

Quasi im Windschatten von Odermatt ist am Lauberhorn ein zweiter Stöckli-Fahrer in die Top-10 der Abfahrt gefahren. Alexis Monney, seit einer Woche 21 Jahre alt und zwei Jahre nach Odermatt ebenfalls Junioren-Weltmeister in der Abfahrt geworden, sorgte mit Startnummer 37 für Staunen unter den Experten. «Ich habe zu viele Fehler gemacht und hatte am Hundschopf eine kritische Situation, weil ich zu weit gesprungen bin. Es war eine Fahrt am Limit – bis ins Ziel. Ich freue mich schon auf die nächsten Rennen.»

Damit, dass beide den WM-Titel bei den Junioren haben gewinnen können, gibt’s noch weitere Parallelen zwischen Odermatt und Monney. Stöckli-Rennchef Beni Matti erklärt: «Weil Monney ähnliche physische Voraussetzungen und dank ähnlich langer Unterschenkel vergleichbare Hebel wie Odermatt hat, fährt er im Speed-Bereich auch die gleichen Skimodelle wie Odi. Das ermöglicht zum Beispiel beim Training den Einsatz von unterschiedlichen Belägen, um dann für beide die optimale Auswahl für das Rennen treffen zu können. Auch wenn sie vom Schuh her unterschiedliche Produkte fahren, so können beide voneienander profitieren.»


Fünf Podestplätze im Europacup

Erfolgsmeldungen für Stöckli-Athletinnen und -Athleten gibt es auch aus dem Europacup. Marco Kohler fährt in Sella Nevea (ITA) in den beiden Abfahrten auf die Plätze 2 und 3. «Es waren zwei super Tage für mich», bilanzierte der 25 Jahre alte Berner Oberländer. Er fand sich auf der unruhigen Piste sehr gut zurecht und gehörte zu jenen Fahrern, die bei schwierigen Verhältnissen in ihren Fahrten nur wenig Fehler zugelassen haben.

Ebenfalls in Italien, genauer in Pozza di Fassa, sorgte Aline Danioth für zwei Podestplätze. In zwei Europacup-Slaloms sicherte sich die Urnerin wie Kohler je einen dritten und einen zweiten Rang. Zudem konnte Janine Schmitt bei den Europacup- Speed-Rennen von Zauchensee mit Platz 7 im Super-G und dem 13. Rang in der Abfahrt die gute Stöckli-Bilanz der jüngsten Europacup-Tage der Alpinen abrunden.

Damit aber nicht genug: Skicrosser Gil Martin, der zum Ende dieser Woche in Schweden wieder im Weltcup antreten wird, beendete die beiden Heim-Europacup-Rennen von St. Moritz mit einem Sieg und einem 4. Platz. «Ich bin gut in Form und der Kurs in St. Moritz liegt mir einfach», sagte der Berner Oberländer, der gegenüber der internationalen Konkurrenz den Vorteil von einigen Trainingstagen auf der Corviglia perfekt hatte nützen können.

Die guten Voraussetzungen für die nächsten Tage sind also mit den jüngsten Erfolgen geschaffen. Für die Skicrosserinnen und -crosser geht es nach Idre in Schweden und die alpinen Speed-Fahrerinnen und -Fahrer kämpfen in Cortina d’Ampezzo respektive Kitzbühel um die Hundertstelsekunden.

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