2023-01-24

Glück im Unglück für Marco Odermatt

Schrecksekunde für Marco Odermatt und die besondere Geschichte des Kitzbühel-Wochenendes 2023.

Glück im Unglück für Marco Odermatt

Das hätte nicht sein müssen. Marco Odermatt hat sich am Freitag bei der Weltcup-Abfahrt von Kitzbühel eine Blessur im Kniegelenk zugezogen. Und man ist versucht festzuhalten: nur. Denn der Nidwaldner verhinderte mit viel Glück und noch mehr Können einen ganz wilden Abflug, der leicht in den Netzen und mit einer schwereren Verletzung hätte enden können.

Die medizinischen Untersuchungen in Kitzbühel haben bei Marco Odermatt ausser einer Meniskusquetschung keine weiteren Verletzungen im Knie aufgezeigt. Ob er am Mittwoch (25. Januar) in Schladming – wie Thomas Tumler – die Weltcup-Premiere eines Nacht-Riesenslaloms bestreiten wird, ist noch offen. Ein Belastungstest auf der Piste soll «Odi» zeigen, ob ein Start möglich ist. «Marco ist kennt seinen Körper und ist erfahren genug, um diese Entscheidung treffen zu können. Ein Test auf der Skipiste macht auf jeden Fall Sinn. Unnötig forcieren wird er nichts – die WM-Teilnahme hat Priorität», sagt Stöckli-Rennchef Beni Matti.

Eine besondere Geschichte ergab sich im Tiroler Nobel-Skiort für den 25 Jahre alten Marco Kohler, dessen Karriere wegen einer komplexen Knieverletzung im Jahr 2020 kurz vor dem Ende gestanden hatte. Wegen Odermatts Startverzicht erlebte Kohler bei der zweiten Kitzbüheler Abfahrt am Samstag sein Debut im Weltcup. «Ich hätte mein erstes Weltcup-Rennen lieber gemeinsam mit Odermatt, statt an seiner Stelle bestritten», sagte der Berner Oberländer und gute Freund Odermatts. Zu einem Punktgewinn reichte es Kohler noch nicht, aber für die endgültige Gewissheit, wieder im Zirkus zurück zu sein, war der Start zur schwierigsten Abfahrt der Welt ein klares Zeichen.

In den letzten Tagen zeigten auch andere junge Stöckli-Athletinnen und -Athleten Top-Leistungen und deuteten an, dass mit ihnen in Zukunft zu rechnen sein wird. In Kitzbühel unterstrich Alexis Monney, dass sein Top-10-Rang am Lauberhorn kein Einzelfall gewesen ist. Mit Startnummer 37 fuhr der Freiburger über die «Streif» und wurde Elfter. Die 22 Jahre alte Sankt Gallerin Janine Schmitt holte sich mit einem feinen 26. Platz in ihrem erst zweiten Weltcup-Rennen bereits erstmals Punkte. Noemie Kolly konnte auf der «Olympia delle Tofane» bei ihrem Comeback unter Beweis stellen, dass sie nach dem Bandscheibenvorfall wieder fit ist. Sobald sie genügend Trainings- und Rennkilometer in den Beinen hat, werden sich auch die guten Klassierungen wieder einstellen. Und bei den Junioren-Weltmeisterschaften in St. Anton (AUT) fehlten dem Simmentaler Sandro Zurbrügg (20) nur 22 Hundertstelsekunden auf eine Medaille im Riesenslalom.

Podestplätze für Maier und Thompson

Nach rund einem Monat Rennpause fuhren auch die Skicrosserinnen und Skicrosser wieder um Weltcup-Punkte. In den beiden Frauen-Rennen von Idre Fjäll (SWE) konnten sich Daniela Maier (GER) und Marielle Thompson (CAN) je einen Podestplatz sichern.

Maier, die sich in der Gruppe der Topfahrerinnen etabliert hat, wurde im ersten Rennen, Thompson im zweiten Rennen Dritte. Bei den Männern meldete sich Daniel Bohnacker (GER) nach seiner Verletzungspause mit der Qualifikation für den kleinen Final und einem achten Platz zurück. Nicht starten hingegen konnte der Schweizer Jonas Lenherr, der sich bei einem Trainingssturz in Schweden eine Brustkorbprellung zugezogen hatte.

 

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