2018-12-31

Gemischte Gefühle, Premieren, eine Aufholjagd und Viktoria Rebensburgs Podestplatz

Das letzte Rennwochenende des Jahres brachte der Stöckli-Crew dank Viktoria Rebensburg einen weiteren Podestplatz. Aber auch Marco Odermatt, Aline Danioth und Andrea Ellenberger dürfen sich über einen gelungenen Jahresabschluss freuen.

Gemischte Gefühle, Premieren, eine Aufholjagd und Viktoria Rebensburgs Podestplatz

Retten, was noch zu retten ist. Unter diesem Motto dürfte der 2. Lauf des Riesenslaloms am Semmering (AUT) für Viktoria Rebensburg gestanden haben. Mit dem 10. Platz im 1. Lauf war für die Riesenslalom-Olympiasiegerin des Jahres 2010 klar, dass sie im 2. Lauf „all in“ gehen und alles riskieren würde. "Im zweiten Lauf hatte ich nichts mehr zu verlieren, ich konnte nur angreifen. Ich bin froh, dass ich es noch rumbiegen konnte", sagte Rebensburg zu ihrer grandiosen Fahrt, die der Deutschen letztlich zum dritten Podestplatz des Winters verholfen hat. Rebensburg sprach von einer gegebenen Antwort auf den verpatzten 1. Durchgang, bei dem sie von einer Welle aus dem Gleichgewicht und beinahe um die angestrebte Top-Platzierung gebracht worden ist.

Einen tollen Moment erlebte in diesem Rennen auch die Zentralschweizerin Andrea Ellenberger. Die 25-Jährige, die in den letzten Jahren immer wieder durch gesundheitliche Probleme zurückgeworfen wurde und in der Folge aus den Swiss-Ski-Kadern gefallen ist, holte sich in Österreich als 22. erstmals Weltcup-Punkte. Nach dem 1. Lauf belegte Andrea Ellenberger – mit Startnummer 54 ins Rennen gegangen – den 24. Platz. Ein Resultat, das sie selber nach ihrer Fahrt nicht erwartet hatte. „Umso grösser waren dann die Freude und die Erleichterung, es im Weltcup endlich in einen zweiten Lauf geschafft zu haben.“ Achtmal hatte sie dieses bereits versucht, achtmal ist sie – jüngst auch sehr knapp – gescheitert. Für den ersten 2. Lauf auf höchster Stufe habe sie sich vorgenommen, nicht über Weltcup-Punkte nachzudenken. Offenbar mit Erfolg, denn Ellenberger konnte das Punktekonto tatsächlich eröffnen. „Es tut schon extrem gut, dieses Ziel nun endlich erreicht zu haben. Es ist für mich auch schön, jenen Menschen, die mir geholfen und die an mich geglaubt haben zeigen zu können, dass es sich gelohnt hat.“

Aline Danioth schliesslich sorgte am Samstag beim Slalom in Semmering für ihr bisher bestes Weltcup-Resultat. Die Urnerin verbesserte sich im 2. Lauf noch bis auf die 15. Position und machte sich selber damit den gemütlichen Silvester „kaputt“. Dank diesem Resultat konnte sich Danioth für die Teilnahme am City-Event von Oslo am Neujahrstag qualifizieren.

Grund zur Freude – und zur Erleichterung – gab es auch bei Marco Odermatt. Der Juniorenweltmeister raste am Samstag im Super-G von Bormio auf den 8. Platz. „Ich habe versucht voll anzugreifen und den Respekt, weil es doch einige Stürze gegeben hat, auszublenden“, sagte der Buochser im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. „Oben und im Zielhang war wohl das Beste, was ich zeigen kann. Wenn es gut läuft, spürt man auch die Müdigkeit in den Beinen nicht so.“ Er habe, auch wenn es eine Herausforderung gewesen sei, in den Trainings zur Abfahrt und in der Abfahrt selber Selbstvertrauen und Mut gefasst, um dieser Piste die Stirn bieten zu können. „Weil grundsätzlich liegt mir diese Strecke. Es geht stets bergab und Schwung folgt auf Schwung, man muss dauernd etwas tun.“ Keine Punkte gab es hingegen für Stefan Rogentin und Dustin Cook. Dieses Stöckli-Duo verpassten den 30. Platz nur um 9 Hundertstelsekunden.

Am Vortag in der Abfahrt wurde auch Marco Odermatt 31. Im Nachgang zur Abfahrt sprach der Buochser davon, dass die Stelvio-Piste das wohl schwierigste gewesen sei, das er in seiner Ski-Karriere bisher gesehen habe. „Die Piste hat mir nicht nur Respekt abverlangt, da war auch ein bisschen Angst dabei“, sagte der 21-Jährige ehrlich. Damit war aber Odermatt nicht alleine. Die eisige und extrem unruhige Piste sorgte in Kombination mit der steilen Topografie dafür, dass sich selbst langjährige Weltcup-Abfahrer ziemlich respektvoll über die „Stelvio“ geäussert haben. Umso höher sind die Leistungen von Bormio-Neuling Odermatt – vor allem im Super-G – einzustufen.

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