2018-12-10

Erster Top-10-Platz für und ein breites Grinsen bei Marco Odermatt

Ein sehr zufriedener Marco Odermatt, eine lachende Jasmina Suter, eine sich fragende Viktoria Rebensburg und eine zu fehlerhafte Jasmine Flury. Das Weltcup-Wochenende hat bei den Stöckli-Athleten und -Athletinnen gemischte Gefühle hinterlassen.

Erster Top-10-Platz für und ein breites Grinsen bei Marco Odermatt

Das war stark. Sportlich gesehen, aber auch aus mentaler Sicht. Nach dem 12. Platz im 1. Lauf des Riesenslaloms von Val d’Isère hatte Marco Odermatt ein Ziel: er wollte die Platzierung mindestens halten und nicht wieder in der Rangliste nach hinten rutschen. Weil er sich körperlich nach dem Abstecher in die USA bereits wieder fit gefühlt habe und er in den Trainings in Zinal auch leistungsmässig „bei den Leuten“ gewesen sei, trug der Nidwaldner viel Optimismus und gefühlte Sicherheit mit sich nach Val d‘Isère. „Mit dem ersten Lauf war ich schon ganz zufrieden aber ich wollte angreifen, und einen Schritt nach vorne machen. Die Ränge zwischen 20 und 30 geben zwar auch Weltcup-Punkte, aber so richtig einschenken tun diese Klassierungen halt nicht. Darum habe ich im zweiten Lauf voll angegriffen.“

Dieser angriffige Fahrtstil, der Mut zum Risiko auf einer steilen und schwierigen Piste, hat sich für den 21 Jahre alten Buochser ausbezahlt. Der Lohn: zweitbeste Laufzeit, der erste Aufenthalt in der Leaderbox eines Weltcup-Rennens, Platz 7 in der Endabrechnung, das beste Weltcup-Resultat der Karriere und die erfüllte Limite für eine Teilnahme an der WM in  Are. „Ich bin glücklich darüber, dass ich bereits so früh in der Saison diesen Exploit realisiert habe. Jetzt kann ich noch befreiter, mit noch weniger Druck und dafür mit noch mehr Spass in den kommenden Rennen Vollgas geben“, so Odermatt, dessen bereits vorhandene Sicherheit und das Selbstvertrauen in Val d’Isère noch um ein paar Prozente gesteigert worden sind. Davon zeugte auch das breite Grinsen, welches der Buochser während des Interviews mit dem Schweizer Fernsehen im Gesicht getragen hat.

Neben Marco Odermatt durfte vor allem auch Jasmina Suter mit einem Lachen im Gesicht den Samstagnachmittag verbringen. Mit dem 19. Platz im Super-G von St. Moritz gelang der 23-Jährigen die Egalisierung ihres bisher besten Weltcup-Resultats. „Ich versuche einfach, diesen Moment zu geniessen“, meinte Suter, die sich zusätzlich darüber freuen durfte, dass ihr diese Leistung vor dem eigenen Publikum gelungen ist. „Heimrennen sind einfach mega schön, schon nur, weil so viele Leute für uns Schweizerinnen die Daumen drücken.“ Diese Gefühlslage nicht teilen konnte Jasmine Flury. Die Bündnerin, die im Vorjahr in St. Moritz ihren bisher einzigen Weltcup-Sieg hatte feiern dürfen, kam nicht auf Touren und streute in ihre Fahrt zu viele Unsicherheiten und Fehler ein, als dass ein gutes Resultat möglich hätte werden können. Beste Stöckli-Fahrerin im Engadin war Viktoria Rebensburg. Die Deutsche wurde Achte, hatte aber nach dem 3. Platz von Lake Louise die Erwartungen höher angesetzt. "Es ist schwer zu sagen, was das Problem war. Ich habe mich eigentlich so gut gefühlt wie in Lake Louise", sagte Rebensburg nach dem Rennen. In der Vorbereitung hatte sie, um die Spritzigkeit und den Punch für den Super-G zu finden, auch schon mal mit Slalom-Skiern zwischen den Riesenslalom-Toren trainiert.

Beim sonntäglichen Parallel-Slalom konnten sich Aline Danioth und Carole Bissig für die K.o.-Runde qualifizieren. K.o. gegangen wäre aber Bissig beinahe schon auf der Piste. Im 1. Lauf des 1/16-Finals gegen die starke Petra Vlhova bekam die Zentralschweizerin eine Torstange an den Kopf, hatte danach eingeschränkte Sicht und Blut im Mund. „Im zweiten Lauf habe ich dann nicht mehr aufdrehen können“, sagte Bissig nach dem Rennen. Für beide Stöckli-Fahrerinnen war aber mit dem 1/16-Final der Arbeitstag zu Ende. 

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