2018-12-17

Am Schluss steht Stöckli mit (fast) leeren Händen da

Die Überraschung lag in der Luft. Marco Odermatt hätte beim Riesenslalom von Alta Badia für diese Überraschung sorgen können. Der Nidwaldner aber wollte – mit der Aussicht auf den ersten Podestplatz im Weltcup – etwas zu viel.

Am Schluss steht Stöckli mit (fast) leeren Händen da

Die Geschichte der Speed-Rennen von Val Gardena ist schnell erzählt. Stöckli-Fahrer Martin Cater holte sowohl im Super-G (17.) wie auch in der Abfahrt (24.) einige Punkte. Caters Markenkollegen Marco Odermatt und Stefan Rogentin, die beide unter der Woche mit je einem Sieg in einem Europacup-Super-G aufwarten konnten, standen nur im Super-G im Einsatz und blieben dort als 38. (Odermatt) und 45. (Rogentin) unter den Erwartungen zurück. Es blieb also noch der sonntägliche Riesenslalom von Alta Badia, um dem Wochenende aus Sicht der Skimanufaktur aus Malters einen versöhnlichen Abschluss geben zu können.

Und bei Halbzeit sah es erfreulich, gar grossartig aus. Marco Odermatt zeigte mit seiner angriffig-aggressiven Fahrweise der pickelharten Traditionsstrecke den Meister und legte – nachdem er am 8. Dezember beim 2. Lauf von Val d‘Isére bereits der Zweitschnellste war – auf der Gran Risa die drittbeste Laufzeit hin. Marco Odermatt im Weltcup auf Podestkurs. Eine für den sechsfachen Junioren-Weltmeister völlig neue Situation. Als er sich am frühen Nachmittag im Starthaus von Val Gardena noch einmal umdrehte, waren nur noch Matts Olsson und Superstar Marcel Hirscher hinter ihm. Dem Österreicher, der das Rennen letztlich gewonnen hat, sollte Odermatt im Ziel unten wieder begegnen. Hirscher gratulierte Odermatt – leider nicht zum Podestplatz, sondern nur zur tollen Fahrt im 1. Lauf.

Der Buochser nahm auch im 2. Lauf die Herausforderung Gran Risa an, ging angriffig zwischen die Tore und machte den einen oder andern kleinen Fehler. Er musste spüren, dass es so schwierig bis unmöglich wird, den Podestplatz erreichen zu können. „Ich wollte nicht nur runterfahren und in der Rangliste zurückfallen“, sollte Odermatt später sagen. Mit noch mehr Risiko versuchte er verlorene Zeit zu kompensieren. „Ich bin frech gestartet, hatte dann aber ein, zwei Hacker drin und war nicht mehr richtig im Fluss.“ Und dann war es im Steilhang, den der junge Schweizer im 1. Lauf so sicher und schnell befahren hatte, eben der eine Zacken zu viel. Odermatt rutschte am Innenski weg und am nächsten Tor vorbei. Aus der Traum von einem ersten Podestplatz im Weltcup.

Er habe einiges gelernt und auch gezeigt, dass er schnell Ski fahren könne, meinte Odermatt. Und der Tenor unter den Konkurrenten und auch unter den Journalisten ist klar: der junge Nidwaldner wird nicht zum letzten Mal zu den letzten Startern zu einem zweiten Lauf gehört haben. Und Odermatt selber? „Das nächste Mal werde ich es besser machen.“ Recht so – aufstehen, Mund abwischen und weiterkämpfen.

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